Umeboshi Pflaume als Basenlieferant - ConnyPURE

Derzeit genieße ich jeden Tag eine Umeboshi Pflaume. Genau genommen kann man nicht wirklich von genießen sprechen, denn so richtig gut schmeckt sie natürlich nicht. Eigentlich schmeckt sie sogar ziemlich gruselig, vor allem wenn man das erste Mal reinbeißt. Und genau genommen ist es gar keine Pflaume (auch wenn sie als solches bekannt ist), sondern eine spezielle Aprikosenart, die über mehrere Monate in Salz und Shisoblättern eingelegt wurde.

Trotzdem bin ich fast süchtig danach und muss mich zusammenreißen es bei einer pro Tag zu belassen. Mehr sollte man nämlich gar nicht zu sich nehmen. (Warum weiß ich eigentlich selbst nicht so genau, werde der Sache aber noch nachgehen.*) Der Grund dafür ist ganz einfach. Sie tut mir nämlich verdammt gut. Ich leide seit einigen Jahren an Magenproblemen, die ich nur mit größter Mühe in den Griff bekomme. Seit ich Umeboshi entdeckt habe, geht’s wesentlich besser.

„Der blaue Diamant“

Kennengelernt habe ich Umeboshi durch meinen Zen-Meister Hinnerk Polenski.

Die fermentierte Aprikose ist nämlich aus der japanischen Klosterküche nicht mehr wegzudenken und dort fixer Bestandteil einer jeden Mahlzeit. In Japan wird sie auch „blauer Diamant“ genannt und ist wegen ihrer gesundheitlichen Vorteile hochgeschätzt. Die Mönche profitieren vor allem von der verdauungsfördernden Wirkung. Die Umeboshi wirkt sich nämlich anregend auf die Peristaltik aus. Das sind die natürlichen Bewegungen des Darms. Mönche sitzen nämlich den ganzen Tag viele Stunden in Meditation, bewegen sich wenig und haben deshalb auch eine träge Darmtätigkeit.

YIN und YANG in perfekter Harmonie

Die gesundheitlichen Vorteile sind auf ein perfektes Yin Yang Verhältnis zurückzuführen. Umeboshi gilt daher als höchst ausgleichendes Lebensmittel und wird traditionell zu medizinischen Zwecken eingeführt. Auch bei Erkältungen soll sie aufgrund ihrer antiseptischen Wirkung helfen. Hier konnte ich allerdings noch keine Erfahrungswerte sammeln.

„Wenn Du Wasser trinken willst, nimm Umeboshi, dann wird Dein Durst aufhören“. (jap. Sprichwort)

Fakt sind die alkalischen Eigenschaften. Wenn der PH-Wert also mal ins Wackeln kommt und wir vor einem Übersäuerungsproblem stehen oder einfach unseren Säure-Basen-Haushalt stabilisieren wollen, ist die basische Umeboshi das Mittel der Wahl. Dafür verantwortlich sind eine Reihe von Mineralstoffen, die in der salzigen Frucht stecken, allen an voran Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphor und Mangan. Angeblich können 10g Umeboshi die säurebildende Wirkung von 100g Zucker neutralisieren. Das heißt nach dem Kuchen zieht man sich gleich eine Umeboshi rein. (Damit vergeht die Lust auf ein weiteres Stück Kuchen sowieso…).

Wunderwaffe Umeboshi?

Darüberhinaus kann die kleine Salz-Aprikose noch einiges mehr. Sie wirkt als Antioxidans (Anti-Aging), fördert die Entgiftung und hilft wohl sogar bei Müdigkeit. Immerhin sagen das die aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen. Und die überschlagen sich wohl derzeit geradezu, denn jeder will die schon lang bekannten positiven Eigenschaften der Umeboshi bewiesen haben.

Making-of vom Dreh der schrägsten Basenlieferanten

Ich halte mich hier an den Grundsatz: Wenn was hilft, ist es mir egal wie viele Studien das bestätigen. Und was mir hilft, entscheidet mein Körper. Und der mag derzeit definitiv mehr von der salzigen Frucht.

Wo bekomme ich sie?

Umeboshi bekommt man im Bio-Supermarkt oder im Naturkostladen, meistens in der Japan-Ecke. Sie steht nicht im Kühlregal und muss auch erst nach dem Öffnen der Packung gekühlt werden. Entweder man genießt sie pur oder in Kombination mit Reis- oder Reisbällchen. Man kann aus Umeboshi auch eine Paste zum Würzen und Verfeinern herstellen.

Noch mehr basische Lebensmittel?

Umeboshi hat mit auf die Idee gebracht ein Video zu den schrägsten basischen Lebensmitteln zu drehen. Denn von solchen Superfoods, die gut für Magen und Säure-Basen-Haushalt sind, gibt’s tatsächlich noch mehr!

 

*Ich könnte mir vorstellen, dass diese Empfehlen daher kommt, weil die unreif geerntete Frucht sogar toxische Eigenschaften hat, die wohl erst durch den Fermentierungsprozess wieder ausgeglichen wird.

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